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Deut. Meister Gewichtheben

Gewichtheber 1976 / 81

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Kraftsport-Klub 1906 e.V. Furtwangen vor 100 Jahre

Schon den Gründern des Furtwanger Kraftsport-Klubs war eine große Portion Hartnäckigkeit zu eigen, die man besitzen muss um einen neuen Verein ins
Leben zu rufen. Die kräftigen Handwerksgesellen benötigten kurz nach
der Jahrhundertwende drei Anläufe, ehe schließlich am 01. März 1906 der
KSK Furtwangen im „Furtwanger Hof“ gegründet wurde. Bereits drei Jahre früher hatten sich in Gütenbach die Brüder Albert und Karl Scherer, sowie Hermann Schwer zu einem regelmäßigen Training zusammengefunden, das von Josef Gräßle geleitet wurde.

Als Josef Gräßle Gütenbach verlassen hatte, verlagerte sich der Schwerathletiksport nach Furtwangen. Gerungen wurde damals in Scheuern und auf Heuböden. Im Jahre 1904 missglückte der 2. Versuch aus finanziellen Gründen. Schließlich klappte es dann beim dritten Anlauf im Jahre 1906. Der Verein blühte dank einer Reihe dem Kraftsport verschworener Gründungsmitglieder rasch auf. Schon im Jahre 1909 konnte mit den Spenden von Freunden und Gönnern die Vereinsfahne angeschafft werden, die noch heute das Wahrzeichen des Vereines ist. Die Fahnenweihe fand noch im gleichen Jahr mit einem groß aufgezogenen Festzug und Wettstreiten in allen Sportarten statt. Als
Gästemannschaften waren unter anderem St. Georgen, Triberg und Vöhrenbach
zu dieser Fahnenweihe gekommen. Der Kranz an der Fahne wurde in jenen Jahren
von einer „Musterriege“ (jonglierten mit 25 und 30 Pfund schweren Gewichten)
erkämpft, die Oskar Schwer aufgebaut hatte.

1914 wurde die Aufwärtsentwicklung des Vereines jäh durch den 1. Weltkrieg
unterbrochen, der unter den aktiven Sportlern große Verluste forderte. Der
Übungs- und Sportbetrieb musste eingestellt werden. Sofort nach Kriegsschluss
fanden sich aber die Furtwanger Schwerathleten zusammen um den Verein
weiterzuführen, bei dem August Breig, der 1. Vorsitzende nach dem 1. Weltkrieg
großen Anteil hatte. Rasch festigten die Furtwanger Schwerathleten ihren guten
sportlichen Ruf. So konnten bereits 1919 wieder Freundschaftskämpfe ausgetragen
werden, so dass trotz der ganz schlechten Lage bald ein großer Mitgliederzuwachs verzeichnet werden konnte.

1926 hat der Kraftsport-Klub die Sportler aus Südbaden und Süd-Württemberg
zu einem Gaufest nach Furtwangen eingeladen, das auf dem
„Plätzle“ ( heutiger SF-Bau) ausgetragen wurde. An diesem, in jenen Jahren größten Sportfest in Furtwangen nahmen neben den Gewichthebern und Ringern auch die Musterriege und die Mannschaften im Tauziehen teil. Außerdem stand ein Leichtahtletik-Vierkampf auf dem Programm.

In den Jahren vor und nach dem 1. Weltkrieg ließen die Sportler kaum ein Kreis- oder Gaufest aus. Ob in St.Georgen Schw., Freiburg, Konstanz, Triberg, Vöhrenbach, Aich­halden überall wurden sehr gute Erfolge erzielt. Einen sport­lichen Höhepunkt erlebten die Sportler am 26. Juni 1927, als sie vom Gaufest in St. Georgen im Schw. mit sehr guten Erfolgen heimkehrten und am Stadteingang von einer Abordnung der Furtwanger Stadt- und Feuer­wehrkapelle abgeholt wurden.

Den ersten Ehrenpreis nach dem 1. Weltkrieg holte sich der Kraftsport­ Klub im Jahre 1928 für sein diszipliniertes Auftreten von 22 Sportlern mit genau gleicher Kleidung in St. Georgen i. Schw. Neben dem Tauziehen spielte, auch die Musterriege, das damals der Stolz des Vereins war, eine nicht un­bedeutende Rolle.

Nach langem Kämpfen gelang am 22. März 1931 den Gewichthebern mit 2370 Pfund in Villingen der 1. Platz, das den Aufstieg in die A-Klasse bedeutete. Noch im selben Jahr konnte der Verein sein 25-jähriges Be­stehen feiern, wozu Mannschaftskämpfe im Gewichtheben in der A-Klasse auf dem Programm standen. Ein stetiger Reiz waren auch immer die Freundschaftskämpfe, die im Bären im Simonswäldertal ausgetragen wur­den. Hier trafen sich die Sportler von Unterlauchringen, Kollnau und Waldkirch, um mit den Furtwanger Sportlern Kämpfe auszutragen. 1938 wurde die Ringer-Jugendmannschaft des KSK Furtwangen zum ersten Mal Kreismeister. Beachtenswerte Erfolge brachten Hermann Lichtenberg und Albin Nopper vor dem 2. Weltkrieg von den Deutschen Meisterschaf­ten mit nach Hause. Hermann Lichtenberg konnte im Rasenkraftsport zweimal den 2., einmal den 3. und einmal den 5. Platz und Albin Nopper im Gewichtheben den 4. Platz erringen.

Laut Bestimmung des Deutschen Reichsbundes für Leibesübung wurde im Jahre 1940 der Kraftsport-Klub in "Kraftsportverein" umgetauft. Einen tiefen Einschnitt in das Vereinsleben stellte dann der zweite Weltkrieg dar, der wiederum zahlreiche Opfer unter den Schwerathleten forderte und schließlich dazu führte, dass 1944 der sportliche Betrieb eingestellt werden musste. Nach dem Zusammenbruch fanden sich aber sofort wieder die Schwerathleten in Furtwangen zusammen und existierten von 1945 bis 1949 als Schwerathletikabteilung im ASV Furtwangen mit Hermann Lichtenberg als Abteilungsleiter. Nach der Freigabe durch die Besatzungs­mächte formierte sich der Kraftsport-Klub wieder am 19. November 1949 neu im "Furtwanger Hof". Fritz Pfaff, welcher schon über 25 Jahre dem Verein in der Verwaltung angehörte, nahm es trotz der schweren Zeit selbst in die Hände, dem Kraftsport-Klub neuen Ruhm zu geben. Er, welcher sein Leben lang dem Kraftsport verbunden war, war es auch, der das sportliche Niveau wieder zustande brachte. Selbst sein Leben musste er für die Tätigkeit des Vereins lassen, als er, zu einer Tagung fahrend 1952 mit seinem Fahrzeug in Villingen tödlich verunglückte. Mit 33 Mit­gliedern leitete er eine Entwicklung im Verein ein, die den Kraftsport ­Klub zu großen sportlichen Erfolgen führen sollte. Bereits am 28. April 1950 wurde die 1. Vereinsmeisterschaft nach dem 2. Weltkrieg ausge­tragen, noch ehe am 10. Mai 1950 die neue Vereinssatzung angenommen wurde.

Die größten Schwierigkeiten erwuchsen, wie bereits schon vor dem 1. und 2. Weltkrieg, das Fehlen von geeigneten Übungsräumen. Bis zum Bau der städt. Sporthalle mußten die Schwerathleten mehrmals die Übungsräume wechseln, wenn die Wirte um ihre Nebenräume bangten, denn der Boden wurde, vor allem beim Gewichtheben, sehr strapaziert. Lediglich der Rasenkraftsport konnte damals auf der Hofhöhe in Schönen­bach ungestört ausgeübt werden.

Von 1950 bis 1955 fungierte der Kraftsport-Klub als Ausrichter der Stadt­meisterschaften. Er gab dadurch dem sportlichen Leben der Stadt neue Impulse. Bei diesen Meisterschaften, welche auf dem "Plätze" ausge­tragen wurden, konnten die Schwerathleten auch in für sie fremde Sport­arten erstklassige Plätze erringen.

1955 errang in St. Georgen/Schw. Herbert Vogel den Titel "Deutscher Federgewicht Jugendmeister" im Gewichtheben. Dieser großartige Erfolg war nicht zuletzt auch ein Erfolg und eine Belohnung für Erich Miggler, dem es gelang, nicht nur einzelne Sportler zu Spitzenhebern zu machen, sondern dem Kraftsport-Klub im Gewichtheben neuen Aufschwung zu geben. Ihm selbst gelang es bis zum heutigen Tag mehrmals den Deutschen-, Badischen-, Südbadischen- und Bezirksmeister zu erringen. 1989 wurde er sogar Weltmeister in der Altersklasse.

Am 26./27. Mai 1956 feierte der Kraftsport-Klub sein 50jähriges Jubiläum mit einem Ringerturnier, bei welchem folgende Mannschaften mitgewirkt haben: Freiburg -St. Georgen, Lahr, Vörstetten und Triberg. Die Gewicht­heber-Mannschaft hatte einen Freundschaftskampf mit Offenburg.

Das sportliche Schwergewicht im Kraftsport-Klub hatte sich in jenen Jahren auf die Disziplinen Rasenkraftsport, Ringen und Gewichtheben konzentriert. Alle drei Abteilungen konnten überdurchschnittliche Leistun­gen und Erfolge erzielen. Neuen Auftrieb erhielt der Ringsport, als im September 1958 mit dem Erlös einer Altmaterialsammlung eine moderne Ringermatte erworben werden konnte. Leider war die Ringermannschaft wenige Monate zuvor durch den Tod von Helmut Kaltenbach empfindlich geschwächt worden, der bei dem Mannschaftskampf am 19. Mai 1958 gegen Emmendingen auf der Matte tödlich verunglückte.

Eine große Aufgabe lud sich der Kraftsport-Klub auf, als er den Länder­kampf im Ringen Deutschland gegen Schweden am 16. Mai 1965 in der städt. Sporthalle ausrichtete. Die Veranstaltung, die weit über die engere Heimat hinaus beachtet wurde, konnte Dank der Hilfsbereitschaft vieler Vereinsmitglieder, Organisationsleiter Herbert Faller und mit Unterstützung der Stadt Furtwangen, besonders ihres Bürgermeisters Hans Frank, vorbildlich und reibungslos abgewickelt werden.

Ebenfalls im Jahre 1965 gelang es den Ringern, nach zweimaligem Ver­such, der Aufstieg in die Oberliga. Nach schwacher Vorrunde konnten die Ringer in der Rückrunde wirklich beweisen, dass sie nicht durch Zu­[all in diese Gruppe aufgestiegen sind. Kurt Jahr wurde im selben Jahr gesamtbadischer Meister im Ringen, nachdem er bereits 1964 südbadi­scher Meister und 1964 bzw. 1965 bei den deutschen Meisterschaften den 4. bzw. 6. Platz erreichen konnte.

Wieder einmal konnte sich der Kraftsport-Klub 1966 als Ausrichter einer großen Sportveranstaltung, die am 23./24. April in der städt. Festhalle veranstaltet wurde, bewähren. Sie konnten die gesamtbadischen Meister­schaften im Gewichtheben durchführen. Diese Meisterschaften, welche zur gleichen Zeit südbadische Meisterschaften waren, brachten hervor­ragende Leistungen. Dabei wurden erstmals in Furtwangen zwei neue deutsche Rekorde aufgestellt, die der Schwergewichtler Wolfgang Haun aus Mannheim-Neckarau im Drücken mit 157,5 kg. und im Olymp. Drei­kampf mit 462,5 kg schaffte.

Bei der ersten Gemeinderatssitzung des Jahres 1966 konnte die Gewicht­heber-Mannschaft und der Ringer Kurt Jahr die neu eingeführte Sportler­plakette in Bronze aus den Händen von Bürgermeister Hans Frank ent­gegennehmen, welche ihnen für ihre südbadischen Meistertitel verliehen wurden. Dem Kraftsport-Klub, der 1966 auf 180 Mitglieder angewachsen war, durfte diese Auszeichnung gleichzeitig als Anerkennung für seine Verdienste um den Leistungssport werten.

Ebenfalls 1966 konnte der Kraftsport-Klub sein 60-jähriges Bestehen feiern. Das Festbankett fand am 9. Juli in der städtischen Festhalle statt. Das sportliche wurde durch ein Ringer-Mannschaftsturnier mit den folgenden Mannschaften
durc ­Haslach und Stuttgart-Feuerbach.
Den Hauptkampf bestritt der Kraftsport­ Klub Furtwangen (verstärkt) gegen ESV München - Neuaubing, den die Gäste mit 13: 8 gewinnen konnten. Trotz guter organisatorischer Leistung aller, war der finanzielle Erfolg nicht wie gewünscht.

In den noch vorhandenen Protokollbüchern ist zu entnehmen, dass schon in den 20er Jahren versucht wurde, den Verein ins Vereinsregister ein­zutragen. Durch viele Geschehnisse ist dieser Eintrag nun endgültig am 16. Juni 1966 erfolgt.
Nach den Gesamtbadischen Meisterschaften im Gewichtheben im Jahre 1966 konnte der Kraftsport-Klub die südbadischen Meisterschaften im Ringen, freier Stil, ausrichten, und erhielt von Seiten des Verbandes hohes Lob ausgesprochen für die sehr gute Durchführung. Bei diesen Meisterschaften konnte Kurt Jahr seinen Titel erfolgreich verteidigen.

Viel zugemutet hatten sich die Ringer, welche freiwillig in die Gruppenliga, die zweithöchste Klasse, aufgestiegen sind. Leider konnten sie sich verständlicherweise in dieser Klasse nicht halten, so dass 1967 der Ab­stieg in die Oberliga unumgänglich war. Hierbei erwies sich trotz der vielen und hohen Niederlagen, dass die Kameradschaft gut war, da die Mannschaft bestehen blieb und somit in der Oberliga mit der gleichen
Besetzung gestartet werden konnte.

Durch Verletzungspech ist es den Gewichthebern leider nicht gelungen, sich in der Oberliga zu halten und mussten daher in der Runde 1968/1969 in der Landesliga ihre Kräfte mit den Gegnern messen.

Weniger erfreulich war das Jahr 1968 für den Kraftsport-Klub Furtwangen, als einige Rasenkraftsportler unter sich beschossen, einen eigenen Verein zu gründen. Trotz Bemühen der Vorstandschaft ist es nicht gelungen, diese Sportler umzustimmen, so dass 1969 der Verein "SV 69" gegründet wurde. Altmeister Hermann Lichtenberg, welcher noch als einziger im Rasenkraftsport für den Kraftsport-Klub startete, ist es trotz intensiver Bemühung nicht gelungen, diese Sparte wieder neu aufzu­bauen.

Nachdem am 18. Januar 1970 ein Schüler- und Jugend-Werbeturnier im Ringen, am 28. Februar 1970 die Bezirksmeisterschaften im Gewicht­heben in Furtwangen abgehalten wurden, hat auch der Bezirkstag in Furtwangen stattgefunden.

Neben den Rundenkämpfen beteiligten sich die Sportler des Kraftsport­Klub an verschiedenen Festen und Meisterschaften mit teilweise sehr guten Erfolgen. Für besondere Leistungen im sportlichen Bereich wie auch für Tätigkeiten, welche er für den Verein geleistet hat, konnte Kurt Jahr im selben Jahr die silberne Vereins-Ehrennadel überreicht werden.

Spürbar aktiviert wurde das Vereinsleben seit dem Sommer 1963, als eine verjüngte Vorstandschaft nach einer außerordentlichen Generalversamm­lung die Leitung des Vereins übernahm. Bereits im Herbst desselben Jahres wurde ein Wanderpokalturnier der Stadt Furtwangen für Ober­ligavereine ins Leben gerufen. Zu diesem Sportfest wurde eine Tombola vorbereitet, deren Erlös für den Kauf einer neuen Ringermatte bestimmt war. Dieser Kauf erfolgte im Jahre 1964. Durch die Neugründung einer Judoabteilung am 22. 3. 1963 innerhalb des Kraftsport-Klub versprach man sich weiteren Aufschwung. Am 21. 2. 1964 ernannte der Kraftsport­-Klub bei der Generalversammlung seinen langjährigen Vorsitzenden Albin Nopper, der seit 1951 bereits Ehrenmitglied war, für seine Verdienste um den Kraftsport-Klub zum ersten und bisher einzigen Ehrenvorsitzenden.

Die Gewichtheber konnten 1964 Südbadischer - Mannschaftsmeister werden, nachdem sie diesen Titel 1960 bereits schon einmal erringen konnten. Sicherlich großen Anteil dabei hatte Dieter Eschle, welcher gerade in diesen Jahren sich an die Spitze der Gewichtheber in Baden" vorgear­beitet hatte.

Rudi Haller ist es 1972 gelungen, von den olympischen Spielen in München Mattenteile im Wert von ca. DM 3000,- zu erwerben. Da eine Matte unbedingt angeschafft werden musste, und der Preis sehr günstig war, entschloss man sich, diese Mattenteile zu kaufen. Die Finanzierung konnte Dank Spenden einiger Furtwanger Firmen, Gön­nern des Vereins sowie Zuschuss der Stadt Furtwangen erfolgen.

Großen Wert auf die Schüler- und Jugendarbeit wurde in den folgenden Jahren gelegt. So konnte man 1972/1973 über 25 Schüler im Ringsport zählen. Durch die Ausdauer des Trainers Willi Winterhalder konnten gute Nachwuchskräfte herangebildet werden, welche auch einige Einzel- und Mannschaftsmeister erringen konnten.

Einen großen sportlichen und finanziellen Erfolg brachte die Südbadische Erstlingsmeisterschaft im Ringen, welche mit ca. 200 Teilnehmern 1974 in Furtwangen durchgeführt werden konnte.

Beide Ringermannschaften konnten 1974 die Meisterschaft erringen, wo­bei die 1. Mannschaft den Aufstieg in die Verbandsliga schaffte. Die Gewichtheber konnten im gleichen Jahr in der Baden-Württembergischen ­Landesliga-Süd einen guten 3. Platz erringen.

Sehr gut hat sich die 1. Mannschaft im Sportjahr 1975/1976 geschlagen. Durch Neueinteilung und Verzicht einiger Vereine, startete man in der Oberliga, d. h. zwei Klassen höher. Trotz einiger Siege konnte der Abstieg leider nicht vermieden .werden.

All die oben genannten Erfolge im Laufe der 70 Jahre, die Entwicklung und Entfaltung des Sportbetriebes trotz schwerer Jahre war nur möglich, weil sich immer wieder Männer fanden, die sich in der Leitung des Vereins bis zu den vielen ungenannten Helfern, Übungsleitern und Betreuern freiwillig und uneigennützig in nimmermüdem Einsatz in den Dienst des Sportes stellten.

Durch den Abstieg der Ringermannschaft und einigen Abgängen von Spitzenringern
gab es eine Krise im sportlichen Bereich. Gleichzeitig trat bei den Gewichthebern Nachwuchsmangel auf. Die Vorstandschaft war nicht mehr bereit unter diesen
Voraussetzungen den Verein zu führen. Bei einer außerordentlichen Sitzung am
20. Mai 1977 übernahm William Tolksdorf das Amt des 1. Vorsitzenden. Daraufhin
erklärten sich Wolfgang Waldvogel, Kurt Waltert, Lothar Kienzler, Bernhard Bayer,
Erich Miggler und Richard Heim bereit den Verein zu leiten.

Die Versammlung war über diese Lösung sichtlich erleichtert. Der neue Vorsitzende
teilte den Anwesenden noch mit, dass Harald Kienzler bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften im Freistil den 2. Platz belegte.

Bereits im weiteren Verlauf des Jahres 1977 beruhigte sich die Situation im Verein
wieder. Die Gewichtheber konnte Ihre Mannschaft wieder voll besetzen. Die
Ringer starteten einen Neuanfang in der Bezirksliga mit einer sehr jungen Mannschaft.
Die Gewichtheber konnten 1980 erstmals eine 2. Mannschaft melden.
Im Rasenkraftsport hielt Hermann Lichtenberg die Fahnen des KSK hoch.
Die Vereinsmeisterschaften im Pokalwettkampf, die Hermann Lichtenberg
organisierte, wurden für die Aktiven des KSK zu einem Erlebnis.

Als anlässlich seines Geburtstages sein Olympiabuch 1936 mit den Erfolgen der
Athleten dem Verein gezeigt wurde, dachte niemand daran, dass Hermann Lichtenberg
bei der Alten-Olympiade 1979 in Hannover die Bronzemedaille im Hammerwerfen erringen würde.

Im Ringen stellten wir ein einmaliges Vorbild heraus. „Die Kienzler Familie“.
Der Vater Lothar, fast 40 Jahre aktiv und die Söhne Harald, Ronald und Jürgen
gingen zusammen in diesen Jahren für die Ringer auf die Matte.

Dem Trainer Peter Schlageter gelang es mit den jungen Ringern wieder eine
schlagkräftige Mannschaft aufzubauen. Die Mitgliederzahl stieg stetig. So war
der Verein auch finanziell gesichert.

Die zwei gestarteten Gewichthebermannschaften konnten sich im Vorderfeld
platzieren.
Die 1. Mannschaft der Ringer erkämpfte sich 1980 die Meisterschaft
in der Bezirksliga und gewann auch die Aufstiegskämpfe. Somit war man wieder
in der Südbadischen Landesliga angekommen.

Die nächsten Jahre konnte der KSK immer zwei aktive Mannschaften und zwei
Jugendmannschaften melden. Mit Siegmund Niedermaier kam ein ehemaliger
Bundesligaringer nach Furtwangen. Dies erwies sich als Glücksgriff. Er war
die notwendige Verstärkung auf der Matte und brachte zudem seine beiden
Söhne Marco und Timo sowie seine Frau Karin mit in den Verein.
Er selber ist nun schon seit 15 Jahren Trainer der Jugend, sein Sohn Timo
der bereits mit 4 Jahren im Training war, ist aktuell eine Stütze der 1. Mannschaft,
Marco ist 2. Vorsitzender des Fördervereins und Karin seit Jahren Geschäftsführerin.
In den folgenden Jahren konnte die Liga ohne Probleme gehalten werden.

Als der SBRV 1987 eine Neueinteilung der Ligen durchführte hatte man sich für die
Verbandsliga qualifiziert. Auch hier wurde der Klassenerhalt geschafft.
Der Vorsitzende William Tolksdorf hatte mit seinen Vorstandskollegen die Weichen
für die Zukunft gestellt. In den 80er Jahren konnten die Ziele und Erwartungen
der Verantwortlichen erfüllt werden. Bei den Südbadischen Meisterschaften konnten
sich etliche Jugendringer Medaillen erkämpfen und die Aktivenmannschaften der
Ringer und Gewichtheber hatten mit dem Abstieg nichts zu tun.
Mit Frank Seipelt wuchs ein Riesentalent bei den Gewichthebern heran. Er schaffte es beim KSK bis in den Kader der Deutschen Nationalmannschaft. Er war in diesen Jahren das Aushängeschild unseres Vereines und nahm 1984 (4. Platz), 1988 (8.Platz)und
1992 (6.Platz) an den Olympischen Spielen teil.

Bei der Generalversammlung am 22. April 1986 gab William Tolksdorf nach
erfolgreicher Arbeit sein Amt als 1. Vorstand ab. Sein Nachfolger wurde Harald Kienzler.
Die Ringermannschaft war nun schon etliche Jahre in der Verbandsliga. Man konnte
stets vordere Plätze erreichen.

Am 01.11.1990 verstarb unser Mitglied Hermann Lichtenberg. Er war für unseren
Verein, ob Ringer oder Gewichtheber, stets ein Vorbild.

Vor der Saison 1992 verließen etliche Leistungsträger den Verein. Man hatte in der Verbandsliga keine Chance, gewann keinen Kampf und musste in die Landesliga absteigen. Durch weitere verletzungsbedingte Ausfälle musste man in der laufenden Saison die 2. Ringermannschaft abmelden.

In einer außerordentlichen Sitzung wurde nach der Saison über die Situation beraten. Es gab zwei Möglichkeiten. Entweder Rückzug bis in die unterste Liga oder den Versuch starten in der Landesliga.
Hier waren allerdings zuerst Gespräche mit den Ringern notwendig.
Man konnte Erwin Kirner, Sigmund Niedermaier, Willi Ganter und Manfred Bausch dazu bewegen ein weiteres Jahr auf die Matte zu gehen. Außerdem gab der jugendliche
Spitzenringer Christof Stelmaszek die Zusage für eine weitere Saison.
Andreas Schmitt kam aus Freiburg zurück und Uli Schmitt konnte reaktiviert werden.
So konnte man sich aus dem Tief befreien und sogar wieder eine 2. Mannschaft melden.

In der folgenden Saison wurde ein hervorragender 3. Platz erkämpft.
Diese Probleme hatten die Gewichtheber nicht. Diese konnten ihre Leistung der
Vorsaison um 50 Kilopunkte steigern und schafften den Klassenerhalt in der
Landesliga souverän.

Die Jugendlichen des KSK rückten immer mehr in den Vordergrund.
Zum ersten Mal nach über 20 Jahren waren wieder einmal Jugendliche des KSK
für Deutsche Meisterschaften im Ringen nominiert. Daniel Gutzweiler
erkämpfte sich den 5. Platz und Christof Stelmaszek wurde Siebter.

Im Jahre 1994 konnte man einen neuen Trainer verpflichten. Der ehemalige
Bundesligaringer Michael Hübner hat die sportliche Leitung der Ringer übernommen.
Wie sich herausstellte war dies ein weiterer Glücksgriff des KSK. Der gebürtige
Villinger ist auch jetzt noch Trainer der Aktiven. Er ist die gute Seele der Mannschaft und hält die Jungs nun schon seit zwölf Jahren zusammen.
Im Jahre 1995 holt Oliver Wehrle bei den Deutschen C-Jugendmeisterschaften
die Bronzemedaille, Daniel Gutzweiler wurde Vierter und Dirk Ketterer Achter.

Aber nicht nur die Jugendringer waren bei Deutschen Meisterschaften aktiv
Mit Claudio Bibbo hatte der Verein im Jahre 1995 auch einen Kampfrichter mit der nationalen Lizenz. Heute gehört Claudio zu den besten seines Faches, hat die
internationale Lizenz und ist als Kampfrichter bei internationalen Turnieren
eingeteilt.

Am 12. April 1996 gibt der 1. Vorsitzende Harald Kienzler sein Amt ab.
Zum Nachfolger wird Willi Ganter gewählt. Herr Ganter ist nun schon seit 10 Jahren im Amt.
Die Landesliga Südbaden wird nach der Saison 1996 aufgelöst. Der KSK Furtwangen hatte die Option in die Verbandsliga aufzurücken oder in der kommenden Runde in der Bezirksliga zu ringen. Da man die jugendlichen Talente in die 1. Mannschaft einbauen
wollte entschied man sich für die Bezirksliga. Im Jahre 1997 stellten die Ringer die
Weichen für den späteren Erfolg. Aus Triberg stieß die „Haaga Familie“ zum KSK.
Vater Karl ( seither Mannschaftsführer) sowie seine Söhne Tobias, Michael und Christian die in diesem Jahr bereits in Ihre zehnte Saison für unsere Ringer gehen.
Sie hatten maßgeblichen Anteil am Aufstieg in die Verbandsliga den man
im Jahr 2000 schaffte. Ein Höhepunkt der Vereinsgeschichte war sicherlich 1999 die
Durchführung der Deutschen C-Jugendmeisterschaft in der Oberen Bühl Sporthalle.
Zum ersten mal vergab der Deutsche Ringerbund die Durchführung einer solch hochkarätige Meisterschaft an unseren Verein.

Im Jugendbereich ging es immer weiter bergauf. Es war schon selbstverständlich, dass jedes Jahr mindestens fünf Ringer die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft schafften. Timo Niedermaier erkämpfte sich 2002 in Haslach im Kinzigtal den Deutschen Meistertitel. Dies gelang bis dahin nur William Tolksdorf bei den Ringern, der 1954 in Karlsruhe Deutscher Meister wurde.
Nach dreijähriger Zugehörigkeit unserer 1. Mannschaft in der Südbadischen
Verbandsliga schaffte man 2003 den Aufstieg in die Oberliga Südbaden. In den
Jahren 2004 und 2005 konnten wir mit den Mittelfeldplätzen sehr zufrieden sein.

Die 1. Jugendmannschaft hatte 2002 bereits den Aufstieg in die höchste Liga
Südbadens geschafft.

Im letzten Jahr hat die 2. Aktiven-Mannschaft nachgezogen und ist ebenfalls aufgestiegen. Maßgeblich beteiligt an dem Aufschwung in den letzten Jahren waren sicherlich Sigmund Niedermaier als Jugendtrainer sowie der Trainer der Aktiven, Michael Hübner.

Zum 100 jährigen Jubiläum übertrug uns der DRB zum zweiten mal die
Ausrichtung einer Deutschen Meisterschaft.
In Furtwangen kämpften die 16 und 17 jährigen, unter den Augen von Bundestrainer Maik Bullman (Olympiasieger 1992) um die Titel. Es war ein weiterer Höhepunkt in unserer Vereinsgeschichte.

Abschließend zum 100 jährigen Jubiläum möchten wir noch erwähnen, dass mit
Nadine Weinauge und Fabian Kirner in diesem Jahr wieder zwei Jugendliche des
KSK Furtwangen Bronzemedaillen bei Deutschen Meisterschaften gewonnen haben,
Timo Niedermaier erreichte bei den Junioren unter 27 Teilnehmern den 5. Platz.

Wir hoffen, dass unser Verein noch viele Jahre durch das Band der sportlichen

Gemeinschaft Erfolge erzielen werden.