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Mittwoch, 9. Juni 1993

KSK hielt Rückschau - „Erste" abgestiegen

FURTWANGEN. Gut besucht, obwohl nicht das beste Sportjahr, war die Generalversammlung des Kraftsportklubs Furtwangen im Gasthaus „Bad": Der 1. Vorsitzende Harald Kienzier konnte trotz einiger vorausgegangener Pannen neben den Mitgliedern und Ehrenmitgliedern auch Stadtrat Dieter Eschle begrüßen.

Nicht zufrieden war der 1. Vorsitzende mit dem vergangenen Sport jähr der aktiven Ringer. Nach 12jähriger Teilnahme in der Verbandsrunde war der Abstieg nicht zu vermeiden. In der ersten Mannschaft konnte kein Kampf gewonnen werden, was mit sich brachte, daß die 2. Mannschaft zurückgezogen werden mußte, da zuwenig Ringer zur Verfügung standen. Allein an Strafen durch zuwenig Ringer mußten im vergangenen Sportjahr 1500 Mark aufgebracht werden.

Dies soll im kommenden Sportjahr wieder anders werden. Die ehemaligen Leistungsträger der 1. Mannschaft Erwin Kirner, Siegmund Niedermaier und Manfred Bausch haben sich bereit erklärt, im kommenden Sport jähr nochmals die Ringerschuhe anzuziehen. Hinzu kommt noch, daß der Spitzenringer Christof Stelaszek in der Furtwanger Mannschaft weiterringt. Verstärken konnte sich der Verein durch Heiko Sorkalla, Waldkirch, und Ralf Trenkle, Kollnau. Andreas Schmitt, welcher in Freiburg-St. Georgen in der letzten Runde aktiv war, kehrt wieder nach Furtwangen zurück, und Uli Schmitt konnte reaktiviert werden.
Positiv war, daß sich die intensive Jugendarbeit ausbezahlt hat. Mittlerweile kann der Verein ca. 25 Schüler zwischen fünf und 18 Jahren zählen, die von Harald Kienzier, Thilo Koch und Konrad Mo-rawe langsam aufgebaut werden. Die ersten Früchte konnten bereits geerntet werden, indem Daniel Gutzweiler und Christof Stelmaszek vom süd-badischen Landestrainer zur deutschen Jugendmeisterschaft berufen wurden. Nicht enttäuscht wurde er, da Daniel Gutzweiler in der Klasse bis 66 Kilogramm einen hervorragenden 5. Platz erringen konnte und Christof Stelmaszek in der A-Jugend bis 50 kg einen sehr guten 7. Platz erreichte. Dies war das erste Mal in der langen Vereinsgeschichte, daß zwei Ringer zur deutschen Meisterschaft einberufen wurden.

Die negative Seite der guten Jugendarbeit sind die finanziellen Probleme. Nicht nur die Anreisen (Turniere von ca. 6 bis 21 Uhr, Rundenkämpfe (ca. 14 bis 20 Uhr), sondern die hohen Startgelder zwischen 8 und 10 Mark pro Teilnehmer machen der Kasse schwer zu schaffen.

So wurde im letzten Sportjahr die Vereinskasse um über 5000 Mark erleichtert. Es wird daher gehofft, daß auf Grund der Erfolge im letzten Sport jähr sich doch der eine oder andere Gönner findet, damit der Aufbau durch finanzielle Probleme nicht gestört wird.
Stadtrat Dieter Eschle sprach daher einen großen Dank aus, denn ohne eigene Jugend kann heute ein Verein nicht existieren.

Auch bei den Gewichthebern kann man einen Trend nach oben feststellen, da zur Zeit wieder 12 starke Männer sich im Training einfinden. Mit zwei Mannschaften konnte im vergangenen Sportjahr angetreten werden, wo man sich unter anderem mit Olympiateilnehmern kräftemessend gegenüberstand. Beachtenswert war, daß sich der 56jährige Herbert Vogel in zwei Wettkämpfen zur Verfügung stellte, um die Mannschaft zu vervollständigen.
Mit der bronzenen Ehrennadel konnte Richard Heim, mit der silbernen Harald Schlageter und William Tolksdorf, sowie mit der goldenen Ehrennadel Hubert Kästle geehrt werden. Als neues Ehrenmitglied konnte sich für über 30jährige Vereinszugehörigkeit Heinz Jürgen Wolpert einreihen.
Da der Mitgliedsbeitrag schon fast zehn Jahre unverändert ist, wurde einstimmig beschlossen, daß dieser um fünf Mark pro Jahr erhöht wird. Jugendliche und Schü-ler müssen in Zukunft, wie es auch in anderen Vereinen üblich ist, einen kleinen Jahresbeitrag entrichten, um einen kleinen Tropfen an den hohen Unkosten zu tragen.Einig waren sich alle Anwesenden, daß das Hermann-Lichtenberg-Turnier auch in den kommenden Jahren weitergeführt wird.