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Wieder Vizemeistertitel für den KSK
Mit Sascha Weinauge hat der KSK Furtwangen wieder einen deutschen Vizemeister. Bei den B-Jugendmeisterschaften im Freistil in Arheiligen hat der KSK Nachwuchsringer den zweiten Platz erkämpft. Von insgesamt 20 Teilnehmern in der Klasse bis 46kg hatte er es im ersten Poolkampf mit Matthias Schmidt aus Schriesheim zu tun. Weinauge landete einen souveränen Sieg mit 7 : 0 und 4 : 2 Punkten. Im nächsten Kampf trat er gegen Christian Schmidt aus Seeheim an und auch hier war er überlegen. Mit jeweils überhöht gewonnenen Runden ging es in den nächsten Kampf. In Kampf drei hatte es der Furtwanger mit Christopher Rippl aus Burgebrach zu tun. Auch diesen Kampf beherrschte Weinauge klar. Mit je 7 : 1 Punkten gingen beide Runden an den KSKler. Den vierten Kampf musste er dann gegen Marius Quinto aus Waldkirch austragen. Die erste Runde ging ebenfalls überhöht an Weinauge. Dann allerdings hatte sich Quinto auf den Furtwanger besser eingestellt und so verlor dieser die zweite Runde. In der dritten Runde ging es dann um alles. Finale oder um Platz drei. In einer knappen dritten Runde setzte sich Weinauge dann doch durch und war im Finale. Hier hatte er es am Sonntagmorgen mit Benjamin Opitz aus Thalheim zu tun. Dieser war leider zu stark für den KSKler. Trotz verbissener Gegenwehr verlor er die erste Runde mit 3 : 5 Punkten. Auch Runde zwei ging mit 0 : 3 verloren. Allerdings überwiegte bei dem Team um Weinauge die Freude über den gewonnenen Vizemeistertitel. Zwei weitere KSKler nahmen an den gr.röm. Meisterschaften der B-Jugend in Eppelborn teil. Lorenzo Puggioni trat in der Klasse bis 76kg an. Leider hatte er kein Losglück. Er hatte in seinem Pool die späteren Erst und Drittplatzierten als Gegner und verlor diese Kämpfe auch prompt. So konnte er nur um Platz 7 kämpfen. Diesen gewann er dann aber mit Schultersieg gegen Rene Kartes aus Riegelsberg. Am gleichen Ort trat Robin Dorer in der Klasse bis 50kg an. Er konnte zwei von fünf Kämpfen gewinnen und belegt einen guten 8. Platz.
Fabian Kirner deutscher Vizemeister
Wieder ein toller Erfolg der Nachwuchsabteilung des KSK Furtwangen. Im bayrischen Bindlach fanden die deutschen Meisterschaften der A-Jugendlichen im Freistil statt. Nominiert war auch Fabian Kirner vom KSK Furtwangen in der Klasse bis 54kg. Im A-Pool hatte er sehr schwere Aufgaben zu lösen. Im ersten Kampf ging es gegen Fabian Stock aus Röhlingen. Die erste Runde gewann er überhöht mit 7 : 0 Punkten. In der zweiten Runde ging es dann nur wenige Sekunden bis er seinen Gegner auf beiden Schultern hatte. Viel schwerer war es im nächsten Kampf. Mit Andreas Eisenkrein aus Krefeld stand dem KSKler ein ganz starker Gegner gegenüber. Die erste Runde verlor der Furtwanger dann auch mit 0 : 1 Punkten. Nach einer Energieleistung gewann er dann die zweite Runde mit 1 : 0 Punkten. Die dritte Runde war dann eine klare Sache für den konditionsstarken Furtwanger. Er gewann mit 5 : 1 Punkten klar. Den dritten Kampf bestritt Kirner gegen Christoph Henn aus Hösbach. Die erste Runde ging mit 5 : 0 klar an Kirner. In der zweiten legte er Henn nach knapp einer Minute auf beide Schultern. Im letzten Poolkampf ging es dann gegen William Stier aus Berlin um den Einzug ins Finale. Überraschend klar hatte der KSKler den Berliner im Griff. Runde eins gewann er mit 4 : 0 Punkten. In der zweiten Runde kam der Furtwanger nach etwa einer Minute sogar zum Schultersieg. Nun trat Kirner am Sonntagmorgen im Finale gegen Manuel Wolfer aus Hausen-Zell an. Leider war wie in den vergangen Begegnungen der beiden, Wolfer der dominierende und so musste Kirner in der ersten Runde eine Schulterniederlage hinnehmen. Aber mit dem Vizetitel war die Truppe des KSK mehr als zufrieden.
Im Mädchenringen eine Klasse für sich
In Deutschland hat die Furtwangerin Nadine Weinauge ihre Gegnerinnen fest im Griff, ihre Zukunft liegt auf internationalen Matten. Bei der Jugend-EM will die Furtwanger Nachwuchs-Ringerin dieses Mal den Endkampf erreichen.
Die deutsche Meisterschaft hat Spuren hinterlassen. Keine neuen. Die rechte Hüfte tat Nadine Weinauge (KSK Furtwangen) schon vor den Titelkämpfen in Freiburg weh, während des Turniers wurden die Schmerzen aber wieder stärker. Zum Endkampf in der Klasse bis 56 Kilogramm humpelte sie auf die Matte, dennoch wurde Nadine Weinauge erneut deutsche Jugendmeisterin. Zum dritten Mal in Folge. Sie gewann alle fünf Kämpfe vorzeitig und gab keine technische Wertung ab. Die 16-Jährige war die überragende Nachwuchsathletin bei der DM im Breisgau.
Vor der Meisterschaft war sie krank, während des Turniers schmerzte die Hüfte und dennoch war sie in Freiburg ihren Konkurrentinnen hochüberlegen. Nadine Weinauge ist eine Ausnahmeerscheinung in ihrer Alters- und Gewichtsklasse. Bernd Fleig, jahrelang Assistent von Jürgen Scheibe, dem ehemaligen Bundestrainer der Frauen, bezeichnet die Furtwangerin als "das größte Nachwuchstalent im Frauenringen, das es im Moment in Deutschland gibt". Landestrainer Mario Sachs, der Weinauge seit 2007 am Olympiastützpunkt in Freiburg trainiert, sieht es ähnlich: "Von allen Athletinnen im Jugendbereich hat sie sicher die besten Perspektiven."
2005 ging Nadine Weinauge zum ersten Mal bei einer deutschen Meisterschaft auf die Matte, in Hallbergmoos in Bayern war das. Sachs, damals seit wenigen Monaten Landestrainer in Südbaden, sah sie das erste Mal in Aktion. Er erinnert sich: "Sie hat sich schon damals von den anderen abgehoben, allein durch die Bewegungsqualität. Sie hat die richtigen Bewegungen einfach zum richtigen Zeitpunkt gemacht." In der Klasse bis 34 Kilogramm wurde sie in Hallbergmoos Zweite und hat seither bei deutschen Meisterschaften immer eine Medaille geholt. Zuletzt dreimal die aus Gold.
An ihre letzte Niederlage gegen eine deutsche Konkurrentin kann sich Nadine Weinauge nur mit Mühe erinnern. Vor ungefähr zwei Jahren müsse das gewesen sein, bei der deutschen Mannschaftsmeisterschaft habe sie gegen eine Juniorin den Kürzeren gezogen. National ist sie bei der Jugend mittlerweile unterfordert, die internationalen Aufgaben gewinnen an Bedeutung. Zweimal reichte es bei der Kadetten-Europameisterschaft bereits zu Bronze. Beide Male verlor sie den Kampf um den Finaleinzug gegen Ringerinnen aus der Ukraine. Beide Mal e gewann sie die erste Runde, gab den Kampf aber noch aus der Hand. Beide Male ging es um viel. "Ich komme mit dem Druck manchmal noch nicht so klar. Ich ringe dann irgendwie anders als normal." Normal ringt sie auf Angriff. Sie bewegt ihre Gegnerinnen, setzt sie unter Druck, lässt ihnen keine Zeit zum Verschnaufen. In wichtigen Kämpfen rückt sie manchmal von dieser Linie ab. Unbewusst. "Man sollte nicht vergessen, dass wir hier noch keine routinierte, in sich gefestigte Athletin vor uns haben", sagt Landestrainer Sachs. "Sie ist mit 16 noch sehr jung, will gewinnen und gerät halt manchmal noch ins Flattern."
Nadine Weinauge hat ihre ersten Versuche auf der Ringermatte in Furtwangen gemacht. Unter Anleitung von Siegmund Niedermaier und ihrem Vater Ralf Weinauge. Der wollte anfangs gar nicht, dass seine Tochter ringt. "Er dachte, das sei nichts für mich", sagt sie. Er hat sich getäuscht. Vater und Mutter begleiten die Tochter heute zu allen großen Turnieren, sie sind ihre treuesten Fans. "Die fahren mich schon viel in der Gegend herum", sagt Nadine Weinauge. Vor allem nach Freiburg. An vier Tagen pro Woche trainiert sie am Olympiastützpunkt (OSP). Um den hohen Aufwand etwas zu reduzieren, ist sie dort an zwei Tagen im Teilzeit-Internat. Dienstags nach der Schule reist sie aus dem Schwarzwald an, trainiert zweimal am OSP und übernachtet in Freiburg. Mittwochs werden sie und eine Handvoll Jungen, die ebenfalls im Teilzeit-Internat sind, dort schulisch betreut. Das Otto-Hahn-Gymnasium in Furtwangen faxt den aktuellen Unterrichtsstoff nach Freiburg. Anschließend ist Training, dann wieder Unterricht und wieder Training. Montags und freitags besucht sie zudem das Stützpunkttraining in Freiburg. Die Hin- und Herfahrerei nimmt sie (noch) in Kauf, weil ihr die Familie sehr wichtig ist und sie zunächst in Furtwangen das Abitur machen will. Einerseits. Andererseits schätzt sie aber auch das Training am Landesstützpunkt: "Ich will von Mario Sachs nicht weg. Er ist einer der besten Trainer in Deutschland und hängt sich für uns Athleten voll rein."
Zweimal stand Nadine Weinauge bei der Jugend-Europameisterschaft bereits im Halbfinale, das Ziel für ihre dritte Teilnahme Anfang August in Sarajevo (Bosnien-Herzegowina) steht deshalb fest: "Erreichen des Endkampfs". Laut Mario Sachs ist es auch durchaus denkbar, dass Nadine Weinauge vom Deutschen Ringerbund (DRB) für die Europameisterschaft und Weltmeisterschaft der Juniorinnen nominiert wird. Dazu müsste sie sich in den Ausscheidungskämpfen gegen die besten deutschen Juniorinnen in der Klasse bis 55 Kilogramm durchsetzen. "Das ist zu schaffen", sagt Sachs. Es wäre eine weitere Zwischenstation auf dem Weg zu ihrem großen Ziel, das Olympia heißt. "Dass ich das schon 2012 schaffe, glaube ich nicht, denn da bin ich noch Juniorin. Eher schon 2016."
Letzte Änderung am Montag, 19. April 2010 um 11:54:16 Uhr.
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